Warschau im November: Ein Flugzeug aus Los Angeles landet auf dem Warschauer Flughafen. Ein alter, herzkranker Mann bewegt sich langsam, aber zielstrebig, durch die unscharfe, verwaschene Menschenmenge und steigt in ein Taxi. Die Fahrt geht durchs verregnete alte und neue Warschau. Die wenigen historischen Gebäude und die Hochhäuser der Banken ziehen an ihm vorüber.

Er steigt am Pawiak-Gefängnis aus, einem Ort an dem im zweiten Weltkrieg tausende polnische Widerständler aber auch Juden gefoltert und hingerichtet wurden. Vor dem ehemaligen Gefängnis steht ein alter, großer Baum, an dem kleine Blechtafeln mit den Namen der Opfer befestigt sind, dazwischen klemmen einige Photos. Davorstehend entdeckt er plötzlich das Photo einer wunderschönen, jungen Frau, seiner damaligen, jüdischen Freundin, die er in den Wirren des Krieges aus den Augen verloren hatte. Eine Reise durch die Zeit, auf den Spuren der Vergangenheit durch Warschau beginnt, von den Erinnerungen an seine unbeschwerte Jugend und große Liebe vor dem Krieg, bis hin zum Kampf als Soldat der Heimatarmee im Warschauer Aufstand.

Zwölf Stunden in Warschau, im Leben eines alten Mannes, der nach Jahren der Emigration, kurz vor seinem Tod noch mal in seine Heimatstadt reist, um Abschied zu nehmen, neigen sich dem Ende zu. Am Flughafen angekommen, steigt er aus dem Wagen und schließt die Tür des Taxis, indem für einen kurzen Augenblick, auf der Rückbank seine Herztabletten zu sehen sind: Sein „Herz“ lässt er in Warschau zurück, während er sich auf den Weg begibt, in die „Stadt der Engel“während er sich auf den Weg begibt, in die „Stadt der Engel“.